Nun bin ich also auch bei Twitter gelistet… mal schauen, was ich so alles in 140 Zeichen zu sagen habe!
In der aktuellen Ausgabe der c’t war dieses Mal gar kein Angebotsheftchen von 1&1, Strato und Co. Jetzt habe ich gar kein Lesenzeichen
Seit dem 1. Januar 2009 bietet der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) eine “freiwillige Mobilitätsgarantie” an, die bei genauerer Betrachtung eigentlich ein (schlechter) Witz ist:
- Sie gilt nur im Karlsruher Stadtgebiet
- Sie gilt erst ab einer Verspätung von 20 Minuten
- Sie gilt nicht bei “Verzögerungen, die beispielsweise durch Falschparker, Unfälle, Streiks, Unwetter oder andere von den VBK nicht beeinflussbare Ereignisse verursacht werden“
- Sie wird nur nach Einsendung oder Abgabe eines Garantieschecks spätestens 14 Tage nach dem “Vorfall” gewährt
Heute wurde meine Bahn ab dem Durlacher Tor über den Betriebshof umgeleitet. Nähere Informationen gab es nicht, aber ich vermute einfach mal, dass auf der Strecke zwischen Durlacher Tor und Tullastraße eine andere Bahn mal wieder einen Schuss gebaut hat - was dann ein Unfall wäre, der nicht von der Garantie abgedeckt wäre.
Trotzdem habe ich mir das Formular herunter geladen, ausgefüllt und werde es morgen im Kundenzentrum am Europaplatz abgeben. Mal schauen, ob sich die Verkehrsbetriebe herablassen, mir 5 € zu überweisen oder die Schuld von sich schieben.
(Witziges Detail am Rande: Eigentlich muss man die verwendete Fahrkarte als Original oder Kopie befügen; bei Abo-Inhabern reicht gnädigerweise auch die Abo-Nummer. Leider ist die einzige Nummer auf meiner Jahres-Abo-Karte zwei Ziffern länger als das vorgesehene Feld und enthält keinen Bindestrich. Ich kann mir gut vorstellen, dass deswegen die Zahlung verweigert wird - vielleicht darf ich ja sogar 60 € zahlen, da ich ohne gültigen Fahrausweis unterwegs war? Zuzutrauen wäre es dem KVV…)
Am Montag war ich beim Arzt - zunächst beim Dermatologen, der mich dann aber an einen HNO-Arzt “weitergegeben” hat. Dort im Behandlungszimmer war ich mir ziemlich sicher auf einem der Schränke - neben offensichtlich medizinischen Instrumenten - ein Päckchen OCB (das Zigarettenpapier) gesehen zu haben. Leider stand ein kleines Fläschen davor, so dass ich es nicht genau sehen konnte und umräumen, nur um meine Neugierde zu befriedigen, wollte ich dann auch nicht.
Heute war ich nochmal dort zur Kontrolle - in einem anderen Behandlungszimmer. Und hier sah ich ganz eindeutig ein ein Päckchen OCB liegen. Die Frage am Schluss konnte ich mir dann nicht verkneifen - wozu braucht man in einer Arztpraxis Zigarettenpapierchen?
Die Ärztin sah mich dann einen kleinen Moment verwirrt an, um mir dann zu erklären: Wird das Trommelfell behandelt, wird auch einfach ein bisschen von dem Papier drauf gelegt - dabei gibt es keine Abstoßungsreaktion und es hilft.
Ich finde das einfach klasse. Wenn die absolut gleichen Blättchen von einem Pharmakonzern kämen, würden sie wahrscheinlich mindestens 5 € / Stück kosten. So lange es hilft - warum nicht eine pragmatische Lösung nutzen?
(In die gleiche Kerbe schlagend und einfach pragmatisch war der Tipp mit der Alkoholtherapie meiner Entzündung - einfach einen billigen Cognac auf ein Geschirrhandtuch und drauf. Einfach, wirksam, gut)
Gestern die Durchsage im ICE von Karlsruhe nach Frankfurt:
Passengers in the first class will become snacks and drinks directly at their seat.